Die Geschichte von Radio VHR begann im Jahr 2005. Gegründet wurde der Sender von Alfred Krandik, zunächst als reines Internetradio. Was klein begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem durchaus relevanten Radioprojekt. Der Weg dorthin war allerdings alles andere als geradlinig: Radio VHR erlebte zahlreiche Höhen und Tiefen und hatte immer wieder auch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Zwischenzeitlich wagte der Sender den Schritt über das Internet hinaus und sicherte sich eine DAB-Frequenz. Damit war Radio VHR zeitweise auch über Antenne zu empfangen. Die erheblichen laufenden Kosten ließen sich jedoch auf Dauer nicht finanzieren, sodass die Ausstrahlung über DAB schließlich wieder eingestellt werden musste.
Im Jahr 2024 nahm die Geschichte eine unerwartete Wendung.
Alfred Krandik wandte sich an den ihm bekannten Radiopromoter Norman Friedrich. Seine persönliche und wirtschaftliche Situation hatte sich zu diesem Zeitpunkt erheblich verschlechtert. Er suchte dringend Unterstützung und war schließlich auch bereit, Radio VHR abzugeben.
Friedrich erzählte seinem Freund Marco Delgardo von der Situation. Delgardo entschied sich zunächst persönlich, Radio VHR zu übernehmen. Große Pläne für einen unmittelbaren Neustart gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht – der Sender wurde übernommen und blieb zunächst liegen.
Doch das sollte sich ändern.
Denn innerhalb der Metrophon Gruppe gab es bereits seit längerer Zeit konkrete Pläne für den Aufbau eigener Radiomedien. Mit der RadioAktiv Programmanbietergesellschaft, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Metrophon Gruppe, verfügt die Unternehmensgruppe zudem bereits über eine lizenzierte Programmanbietergesellschaft und damit über die wesentliche organisatorische und regulatorische Grundlage für den Betrieb eigener Rundfunkangebote.
Radio VHR passt damit heute in eine wesentlich größere Strategie. Aus einem zunächst persönlich übernommenen Sender wird der Ausgangspunkt für den Aufbau eines eigenen Radiobereichs innerhalb der Metrophon Gruppe.
Radio soll vor allem eines machen: Spaß.
Genau darauf basiert das neue Konzept von Radio VHR.
Der Sender soll bewusst einen Gegenpol zu einem zunehmend von Krisen, Konflikten und schlechten Nachrichten bestimmten Medienalltag bilden. Politische Berichterstattung wird es bei Radio VHR nicht geben – auch nicht innerhalb der Nachrichten. Stattdessen gehört beispielsweise jeden Tag mindestens eine positive Meldung fest zum Programm.
Dazu kommen Unterhaltungselemente, die Radio wieder zu einem echten Begleitmedium machen sollen: der tägliche Telefon-Gag, der Witz des Tages und zahlreiche weitere wiederkehrende Aktionen und Programmelemente.
Musikalisch soll Radio VHR ebenso unkompliziert wie abwechslungsreich sein. Statt eines extrem eng definierten Formats gibt es einen breiten Musikmix – querbeet, für viele Altersgruppen und Geschmäcker, ohne musikalische Extreme. Ein Sender, den man morgens einschalten und einfach durchlaufen lassen kann.
Verantwortlich für die musikalische Ausrichtung ist Musikchef Thorsten Rother. Er verantwortet das Musikprogramm und dessen weitere Entwicklung. Gemeinsam mit dem übrigen Team soll er Radio VHR einen eigenständigen und wiedererkennbaren musikalischen Charakter geben, ohne den Sender in ein zu enges Formatkorsett zu zwängen.
Radio VHR sendet 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
Der Neustart beginnt zunächst mit einer bewusst kleinen Mannschaft und mehreren Moderatoren. Gleichzeitig bestehen bereits Kooperationen mit anderen Medien, die dem Sender zusätzliche Reichweite und Möglichkeiten eröffnen.
Dabei ist Radio für Marco Delgardo keineswegs Neuland. Bereits in seiner Jugend war er über längere Zeit erfolgreich im Radio tätig. Ein Schwerpunkt waren damals unter anderem Telefon-Gags und produzierte Unterhaltungselemente, die im Rahmen eines Syndicated-Radio-Konzepts zeitweise von 21 Radiosendern gleichzeitig ausgestrahlt wurden.
An genau diese Idee soll nun in moderner Form angeknüpft werden: Inhalte entwickeln, die funktionieren, unterhalten und sich perspektivisch auch über Radio VHR hinaus verbreiten lassen.
Radio VHR soll dabei erst der Anfang sein.
Die Metrophon Gruppe plant, ihre Aktivitäten im Radiobereich nun schrittweise auszubauen. Über die RadioAktiv Programmanbietergesellschaft sollen künftig weitere Verbreitungswege erschlossen werden. Vorgesehen sind sowohl DAB- als auch UKW-Frequenzen. Gleichzeitig laufen bereits Gespräche über weitere Radiosender und mögliche Übernahmen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Sender unter einem Dach zu versammeln. Stück für Stück soll ein eigenes Radioportfolio entstehen – mit gutem Programm, professioneller Produktion, starken Unterhaltungselementen und Musik, die ein breites Publikum erreicht.
Radio VHR bildet dafür den Auftakt.
Ein Sender mit Geschichte. Ein Sender mit einem Neustart. Und vor allem ein Sender, bei dem Radio wieder Spaß machen soll.