Die Schauspielerin und Regisseurin Rebel Wilson muss sich derzeit vor dem Staatsgericht von New South Wales in Sydney verantworten. Hintergrund ist eine Klage der britischen Produktionsfirma AI Film Production Limited, die behauptet, Wilson habe gezielt die Veröffentlichung ihres eigenen Films „The Deb“ behindert. Auslöser des Streits sind vier Instagram-Beiträge, die zwischen September 2024 und Juli 2025 veröffentlicht wurden. In diesen Beiträgen erhebt Wilson Vorwürfe gegen das Filmteam wegen Fehlverhaltens und Veruntreuung am Set.
Die Produzenten werfen Wilson laut gerichtlichen Unterlagen vor, nicht nur durch diese öffentlichen Anschuldigungen, sondern auch durch das Untergraben von Gesprächen mit Vertriebspartnern und die Androhung von Klagen die geplante Veröffentlichung in Australien verhindert zu haben. Nach Ansicht der Produktionsfirma liegt darin ein Verstoß gegen das Verbraucherrecht und mehrere Verträge, weshalb sie eine finanzielle Entschädigung fordert. Der Film, dessen Start zunächst für 2024 vorgesehen war, wurde nach den Auseinandersetzungen erst im April 2026 veröffentlicht.
Wilson bestreitet die Vorwürfe und hat eine Gegenklage eingereicht. Sie hält an den in den sozialen Medien veröffentlichten Anschuldigungen fest und erweitert diese in Gerichtsunterlagen um Vorwürfe gegen die Produzenten Amanda Ghost, Gregor Cameron und Vince Holden. Sie wirft ihnen ein Muster von Diebstahl, Mobbing und sexuellem Fehlverhalten am Set vor.
Das Verfahren um „The Deb“ dauert an: Bereits im Juli 2026 wurde eine Verleumdungsklage der Hauptdarstellerin Charlotte MacInnes gegen Wilson beendet, ohne dass diese verurteilt wurde. Auch in diesem Verfahren standen die vier Instagram-Posts Wilsons im Zentrum. Wilson beschrieb im Fernsehen, MacInnes habe ihr von einem aufdringlichen Verhalten von Produzentin Amanda Ghost berichtet.
Die Auseinandersetzung um den Film prägt die Beziehungen innerhalb des Produktionsteams seit Juli 2024. Mit der aktuellen Klage rückt insbesondere die angebliche Beeinträchtigung der Filmveröffentlichung in den Vordergrund und damit mögliche finanzielle und reputationsbezogene Folgen für die Beteiligten.