Nick Reiner fordert die Freigabe von mindestens 325.000 Dollar aus dem Nachlass seines Großvaters Carl Reiner. Diese Summe wurde im Dezember 2024 aus dem Nachlass auf ein Treuhandkonto überwiesen, das bei einer US-Bank geführt wird. Die Anwälte von Nick Reiner versuchen, diese Gelder im Rahmen eines laufenden Rechtsstreits um das gesamte Familientrustvermögen zugunsten ihres Mandanten zu sichern.
Zentraler Punkt ist das Erbunwürdigkeitsgesetz Kaliforniens, das Personen davon ausschließt, von einer eigenen Straftat finanziell zu profitieren. Die Verteidigung stellt klar, dass ihr Mandant lediglich wegen des Todes seiner Eltern angeklagt ist und ihm bezüglich des Todes des Großvaters Carl Reiner keine Vorwürfe gemacht werden. Damit, so die Anwälte, greife das Gesetz auf das Erbe aus dem Nachlass Carls nicht.
Nach Angaben der Anwälte gingen zum Zeitpunkt der Überweisung im Dezember 2024 bereits mindestens 325.000 Dollar aus Carls Nachlass an Nick. Ob und in welcher Höhe weitere Mittel überwiesen wurden oder warum das Geld in einen Trust statt direkt an Nick floss, ist laut Schriftsatz bislang nicht eindeutig geklärt. Gemäß Nachlassplan sollen auch die anderen Enkel vergleichbare Zuwendungen erhalten.
Nick Reiner sitzt derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess. Die Anklage umfasst den Vorwurf des zweifachen Mordes an seinen Eltern, die im Dezember 2025 getötet worden sein sollen. Im Falle einer Verurteilung muss er mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne Bewährung rechnen, da die Staatsanwaltschaft auf die Todesstrafe verzichtet hat.
Die Verteidigung hebt hervor, dass das angefochtene Vermögen ausschließlich aus dem Nachlass von Carl Reiner stammt und nicht von den Eltern Rob oder Michele Reiner oder über diese an Nick gelangt ist. Die Entscheidung über die Freigabe des Geldes obliegt nun dem zuständigen Gericht.